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Wie denkt ICANN zu weiteren TLD?
Im Jahre 2000 wurden sieben neue TLD festgelegt und anerkannt. Mit dieser Erweiterung begann die Öffnung des Wettbewerbs im Umfeld der generischen TLD und die Möglichkeit zur Marktentfaltung durch Entscheidungsmöglichkeit der Anwender zwischen verschiednen TLD. Im Jahre 2003 führte ICANN zwei weitere Mechanismen zur Erweiterung der Namensfelder für TLD ein: zum einen wurden die Prozesse für die Einrichtung von sTLD (sponsored TLD) implementiert und zum anderen wurde die Erarbeitung einer generellen Strategie zur Einführung weiterer TLD begonnen. Die neuen gTLD und sTLD bieten den Nutzern und Konsumenten bei voller Interoperabilität und Konsistenz des Internet eine wichtige, wettbewerbsentfaltende Wahlmöglichkeit bei der Registrierung ihrer Namen. Die Prozesse bei der Implementierung neuer TLD bieten der Internet-Gemeinschaft eine elegante Möglichkeit zum diesbezüglichen Dialog und zum Meistern der mit der Einrichtung neuer TLD verbundenen Herausforderungen. Ebenfalls werden Planbarkeit und Konsistenz selbst regelnd erreicht. gNSO, eine der Gruppen innerhalb von ICANN hat kürzlich die Erarbeitung eines formellen Prozesses (PDP – Policy Development Process) initiiert, mit dessen Hilfe Klarheit und Stabilität für die Einrichtung neuer TLD erreicht werden soll. Dabei sollen Kriterien für die Einrichtung, Zuweisungsmethodik, und vertragliche Festlegungen fixiert werden. Zwischenzeitlich sind gNSO eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt worden, die in den Entscheidungsprozess einfließen und damit die endgültigen Festlegungen beeinflussen werden. Wie in anderen Fällen bewähren sich auch hier die global wirkenden demokratischen Entscheidungsprozesse von ICANN. Generell wichtig ist, dass einerseits Wettbewerb und Markterfordernis erreicht wird und sich weiter entfalten kann, andererseits aber Stabilität und Konsistenz kompromissfrei sichergestellt sind. Deshalb müssen auch technische Aspekte in die Überlegungen und Entscheidungsprozesse einfließen |
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